Der Vaporizer Temperaturführer + Temperaturtabelle
In meinem Leitfaden zur Vaporizer-Temperatur teile ich meine Erkenntnisse darüber, wie du dein medizinisches Cannabis am besten verdampfst.
Die Grundlage dafür ist selbstverständlich ein hochwertiger Vaporizer, der die Vielfalt der Inhaltsstoffe in deinen Cannabisblüten freisetzt.
Temperatur beim Verdampfen:
In diesem Ratgeber konzentriere ich mich speziell auf die optimale Temperatur für das Verdampfen von Cannabis. Die „optimale“ Temperatur für deinen Cannabis-Vaporizer hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel, ob du THC-reiches oder CBD-reiches Cannabis verdampfen möchtest.
Die Verdampfungstemperatur hat zudem einen erheblichen Einfluss auf die Effekte des Cannabis.
Über die Einstellung der Temperatur an deinem Vaporizer kannst du sogar die psychoaktive Wirkung von medizinischem Cannabis leicht modifizieren, da THC und CBD bei verschiedenen Temperaturen verdampfen und ihre Effekte auf das Endocannabinoid-System sich gegenseitig beeinflussen können.
Nutzen einer flexiblen Temperatureinstellung:
Unabhängig davon, ob es sich um einen THC-Vaporizer, medizinischen Vaporizer oder einen für Haschisch handelt – ein bedeutender Vorteil vieler Geräte ist die Möglichkeit, die Temperatur nach Wunsch einzustellen. Da Cannabinoide bei verschiedenen Temperaturen verdampfen, kann ein gradueller Temperaturanstieg dazu beitragen, dass eine breitere Palette an Wirkstoffen freigesetzt wird. Das unterstützt den sogenannten Entourage-Effekt und lässt deine Blüten ihr volles Potenzial entfalten. Dies beeinflusst auch den Geschmack.
Temperaturen zum Verdampfen von THC:
Das Verdampfen von Cannabis ist nicht einfach nur Verdampfen. Abhängig von der gewünschten Wirkung und den verwendeten Blüten sollte die Hitze deines Cannabis-Vaporizers variieren. THC beginnt schon bei etwa 157°C zu verdampfen. Obwohl die meisten Nutzer ihren Vaporizer zwischen 180°C und 210°C einstellen, kann es vorteilhaft sein, Cannabis auch einmal bei niedrigeren Temperaturen zu verdampfen.
CBD-Blüten verdampfen:
Die ideale Temperatur zum Verdampfen von CBD-Blüten wird oft zwischen 180°C und 200°C angegeben. Deshalb gilt allgemein die Empfehlung, Cannabisblüten zwischen diesen Temperaturen zu verdampfen, da in diesem Bereich die meisten Cannabinoide freigesetzt werden. Über 210°C nähert man sich dem Punkt, an dem Verbrennungsprozesse starten können, besonders bei Konduktions-Vaporizern. In einem solchen Fall kann der Vaporizer, sogar ein medizinischer, potenziell schädlich sein.
Viele Vaporizer sind leicht zu bedienen und ermöglichen eine präzise Temperatureinstellung.
Übersichtstabelle für Cannabinoide und Verdampfungstemperaturen:
Für eine schnelle Orientierung habe ich die wichtigsten Cannabinoide und ihre entsprechenden Verdampfungstemperaturen in einer Tabelle zusammengefasst:
Cannabinoide und ihre Verdampfungstemperaturen
Cannabinoid | Verdampfungstemperatur |
---|---|
THC-A | 105°C |
CBD-A | 120°C |
THC | 157°C |
CBD | 180°C |
CBN | 185°C |
CBC | 220°C |
Verbrennung | 230°C |
Erläuterungen:
- THC-A (Tetrahydrocannabinolsäure): Eine nicht-psychoaktive Vorstufe von THC. Beim Erhitzen auf 105°C wird THC-A durch einen Prozess namens Decarboxylierung in das psychoaktive THC umgewandelt. THC-A kann entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften haben.
- CBD-A (Cannabidiolsäure): Ähnlich wie THC-A ist CBD-A die Säureform von CBD und wird bei Erhitzung in CBD umgewandelt. Es wird angenommen, dass CBD-A entzündungshemmende Wirkungen hat und könnte bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen hilfreich sein.
- THC (Tetrahydrocannabinol): Das bekannteste Cannabinoid, bekannt für seine psychoaktiven Eigenschaften. Bei einer Temperatur von 157°C verdampft THC und kann Gefühle von Euphorie und Entspannung hervorrufen, kann aber auch Schmerzen lindern und Appetit anregen.
- CBD (Cannabidiol): CBD ist nicht-psychoaktiv und verdampft bei etwa 180°C. Es wird für seine potenziellen therapeutischen Wirkungen geschätzt, einschließlich der Linderung von Angstzuständen, Krampfanfällen und Entzündungen.
- CBN (Cannabinol): Entsteht, wenn THC oxidiert und altert. CBN hat eine leicht psychoaktive Wirkung, die bei etwa 185°C verdampft und könnte schlaffördernd sein.
- CBC (Cannabichromen): Weniger bekannt als THC und CBD, verdampft CBC bei etwa 220°C. Es wird erforscht für seine möglichen entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften.
- Verbrennung: Bei 230°C und darüber beginnen Cannabinoide zu verbrennen, was zu einer Freisetzung von unerwünschten und potenziell schädlichen Nebenprodukten führen kann. Das Verbrennen von Cannabis erzeugt Rauch anstatt Dampf und sollte vermieden werden, insbesondere aus medizinischer Perspektive.
Beim Verdampfen von Cannabis ist es wichtig, die richtige Temperatur für die gewünschten Effekte zu wählen, um das volle therapeutische Potenzial der verschiedenen Cannabinoide zu nutzen und gleichzeitig das Risiko von Verbrennung und Rauchinhalation zu minimieren.
Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Leitfaden auf meinen persönlichen Wissen und Erfahrungen basieren, die ich gerne mit dir teile. Dieser Ratgeber ist nicht als medizinischer Rat gedacht und sollte auch nicht als solcher aufgefasst werden.